Wandtattoos

Wandtattoos

Quelle: wandmotive.de

Wandtattoos als dekorative Elemente, stilvolle Ornamente oder kunstvoll gestaltete Schriften können eine weiße und leere Wand in ein dekoratives Highlight verwandeln und dem Raum einen besonderen Charakter verleihen. Einst als trendige Alternative in Bezug auf kreative Dekoration gestartet, erfreut sich diese zeitgemäße Art des Wandschmucks inzwischen auch bei Designern von Inneneinrichtungen wachsender Beliebtheit.

So kann beispielsweise mit feinsinnigen Zitaten oder einfallsreichen Sprüchen eine persönliche Verbindung zu den Bewohnern hergestellt werden. Auch das kreative Realisieren von themenspezifischen Wohnideen wird mit einem Wandaufkleber dieser Art in der Raumausstattung möglich gemacht. Ein kreatives Design der Inneneinrichtung kann diesbezüglich mit einem integrierten Wandtattoo eine attraktive Symbiose bilden.

Definition & Namensherkunft

Nicht nur auf dem menschlichen Korpus oder bestimmten Körperteilen lassen sich Tattoos mit eindrucksvollen Motiven bewundern. Auch Wände im Innenbereich und dank spezieller Versionen auch Außenwände können mit einem Wandtattoo, das umgangssprachlich auch als Wandaufkleber oder Wandsticker bezeichnet wird, attraktiv verziert und verschönert werden. Nicht umsonst leitet sich der Begriff Wandtattoo diesbezüglich von den Tätowierungen als Körperkunst ab. Hinter der Bezeichnung Wandtattoo verbirgt sich dabei eine selbstklebende Folie, die eine seidenmatte oder glänzende Optik offenbart, und Bildmotive, Zitate oder Sprüche als Inhalt aufweist. Ein modern arrangiertes Wandtattoo erinnert stark an die klassische Wandmalerei und gilt inzwischen als moderne Dekorationsmöglichkeit.

Seit wann kommen Wandtattoos in der Inneneinrichtung zum Einsatz?

Wandtattoos existieren quasi schon seit Zeiten der Höhlenmalerei und haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt. Von imposanten Inschriften im antiken Römischen Reich über die Gestaltung von Gebäuden bzw. Hauswänden mit speziellen Segenssprüchen im Mittelalter bis hin zur Fertigung von an Gebäuden befestigten Werbeplakaten, die mit einer Kombination von Kunst und informativem Text versehen waren, reicht die Geschichte der heute erhältlichen Wandsticker. Der Beginn des digitalen Zeitalters kann diesbezüglich als Geburtsstunde der modernen Wandtattoos bezeichnet werden. Ab diesem Zeitpunkt wurde Wandschmuck dieser Art – nicht zuletzt dank der digitalen Technologien – auch vermehrt bei der Inneneinrichtung als Dekoration und optisches Gestaltungsmittel eingesetzt.

Material & Herstellungsweisen von Wandtattoos

Ein modernes Wandtattoo wird grundsätzlich von einem Schneideplotter, der digital steuerbar ist, aus einem druckfertigen Motiv hergestellt. Der Einsatz des Schneideplotters erlaubt es dabei, die Wandaufkleber bzw. Wandtattoos in unterschiedlichen Größen, Farben und Formen zu fertigen. Das ausgewählte Motiv wird mit dem Schneideplotter aus einer Folie geschnitten. Diese Folie besteht aus einer hauchdünnen selbstklebenden und durchgefärbten Vinylfolie, wobei diese sich dem entsprechenden Untergrund optimal anpasst. So wirken die angebrachten Motive wie auf die Wand aufgemalt respektive tätowiert. Aufgrund der Fertigungstechnik sind die Wandsticker grundsätzlich einfarbig. Allerdings können verschiedene Motive mit mehreren Farben kombiniert werden, so dass am Ende auch ein mehrfarbiges Motiv zur Wandverschönerung aufgebracht werden kann. Dies erhöht deutlich die dekorativen und gestalterischen Möglichkeiten im Hinblick auf Wandtattoos.

Für welche Untergründe eignet es sich überhaupt & für welchen Untergrund eignet es sich gar nicht?

Grundsätzlich sind die 0,08 Millimeter dünnen Folien für alle trockenen, sauberen sowie fett- und silikonfreien Flächen geeignet. Gern verwendete Untergründe sind zum Beispiel Fliesen, Glas, Metall, glattes sauberes Holz, Rauputz, glatter Putz, herkömmliche Tapeten sowie Raufaser- und Strukturtapeten. Am besten eignen sich dabei glatte Flächen, allerdings kann mit kleinen Hilfsmitteln wie beispielsweise einem Fön die Haftung dieses dekorativen Stilmittels auch auf einem extrem grobkörnigen Untergrund optimiert werden. Frisch tapezierte oder gestrichene Wände müssen erst vollkommen durchtrocknen, bevor ein Wandtattoo wunschgemäß und akkurat angebracht werden kann. Wandschmuck dieser Art lässt sich auch an Schrägen, die oftmals beispielsweise in einer Dachgeschosswohnung zu finden sind, gut anbringen. Auf Latexfarbe haften Wandtattoos demgegenüber im Normalfall nicht.

Welche Motive gibt es?

Bei der Motivwahl kann auf umfassende Datenbanken zurückgegriffen werden, die nahezu jedes Thema bedienen. Im Trend liegen dabei vor allem folgende Motive:

  • Inschriften bzw. Leitsprüche wie zum Beispiel „Zeit ist die Seele der Welt”
  • Feingliedrige Blumenarrangements
  • Naturmotive wie ein imposanter Olivenbaum oder eine Eiche im Gewitter
  • Graffitis im Hip Hop-Style
  • Ornamente mit aufregenden Mustern
  • Skyline von New York, London, Berlin oder anderen Metropolen dieser Welt
  • Bei Kindern stehen Comic-Adaptionen wie Wickie, Nils Holgersson oder Supermann hoch im Kurs. Die diesbezüglichen Klassiker sind aber der Sternenhimmel, der Regenbogen oder Herzkristalle.

Wie bringt man ein Wandtattoo an & was muss man dabei beachten?

In der Regel bestehen Wandtattoos bei der Lieferung aus einer beschichteten Trägerfolie, dem eigentlichen Wandsticker und einer transparenten Transferfolie. Das komplette Tattoo wird dann gemeinsam mit der Transferfolie von der entsprechenden Trägerfolie gelöst und an der gewünschten Fläche befestigt. Anschließend wird das Wandtattoo angedrückt und beispielsweise mit einem Rakel glatt gestreift. Dann kann die Transfer- bzw. Übertragungsfolie sorgfältig abgezogen werden. Zu guter Letzt kann mit warmer Luft aus einem Fön die Haftung bzw. die Adhäsion unterstützt werden. Die Wandaufkleber lassen sich in der Regel wieder ohne verbleibende Rückstände entfernen.

Vor- und Nachteile von Wandtattoos

Dekorationen in Form von Wandtattoos, die eine Wand oder sogar einen Raum optisch aufpeppen können, bieten gegenüber artverwandten Produkten wie Bildern, Postern oder Wandschablonen explizite Vorteile, aber auch zwei kleine Nachteile:

  • Das Nutzen einer Schablone erfordert einen erheblichen Zeitaufwand und Fehler bzw. unsauberes Arbeiten sind kaum zu vertuschen
  • Bilder haben oftmals nicht die richtige Größe. Werden aber mehrere Bilder aufgehängt, kann die Wand unruhig wirken. Damit verpufft die eigentliche dekorative Intention der Wand- bzw. Raumverschönerung
  • Poster weisen demgegenüber schnell Abnutzungserscheinungen auf und wirken im Folgenden störend, da sie keinen dekorativen Charme mehr versprühen
  • Demgegenüber ist das Verwenden von Wandtattoos sicherlich die kostenintensivste Variante; zudem ist die Auswahl an Motiven ausbaufähig
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